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Projekt "Didaktik Heiliger Schriften aus Christentum und Islam"

Grundlegende Fragen zu einer „Didaktik heiliger Schriften aus Christen-tum und Islam“

-   Die Bibel ist für den evangelischen Berufsschulreligionsunterricht (= BRU) die theologische Grundlage und Norm der Kommunikation des Evangeliums. Für den BRU sind neben den Inhalte der biblischen Schriften (Offenbarung) auch die in den Schriften angelegten Verhaltens- und Kommunikationsformen das Maß der Gestaltung des Unter-richts in gegenseitiger Wertschätzung: Die Bibel steht bis heute im Zentrum des BRU, weshalb es der intensiven religionspädagogischen Forschungsbeschäftigung bedarf, wie die Bibel ihrer Bedeutung gemäß im BRU für die SuS angemessen zur Sprache gebracht werden kann.

-    Im Blick auf die religiös heterogenen Lerngruppen an Berufskollegs in NRW und den im Klassenverband stattfindenden BRU stellt sich beim Stichwort „Bibeldidaktik“ unweiger-lich die Frage, ob und inwiefern der Koran eine analoge didaktische Bedeutung in islamischer Perspektive hat und gegebenenfalls im BRU haben kann. Im BRU-Kontext ist der Koran einer der wesentlichen Dialogpartner einer biblischen Didaktik. Dieser Dialog wird in Zukunft immer wichtiger werden wegen der zunehmenden Präsenz des Islam in Gesellschaft und Religionsunterricht wie auch aus sachlichen Gründen – der Koran nimmt auf die biblischen Offenbarungen Bezug und stellt diese in Frage!

-  Für den BRU ist die Frage einer schriftgemäßen Didaktik relevant im Verständnis des BRU als einem Religionsunterricht der Sek II oder unter der Kategorie der Erwachsenenbildung. Entwicklungspsychologisch sind hermeneutische und didaktische Reflexionen im Beziehungsreichtum bzw. Spannungsverhältnis von Bibel und Koran so anspruchsvoll, dass sie erst ab dem jungen Erwachsenenalter möglich sind, weshalb die Sek II und die Erwachsenenbildung die Bildungsorganisationen (-formen) sind, für die eine solche Reflexion möglich ist und in der entsprechende Reflexionen kommuniziert werden können. Entsprechende Überlegungen werden also im Blick auf diese Altersgruppe anzustellen sein unter Berücksichtigung berufspädagogischer Frage-stellungen (z. B. der Beitrag der heiligen Schriften zum (1.) Verständnis von Mensch und Arbeit, zur (2.) Selbstwahrnehmung und zum Selbstverständnis junger Erwachsener im Arbeitsleben oder zu (3.) ethischen Grundlinien wirtschaftlichen Handelns).

 

Das Forschungsprojekt einer biblisch-koranischen Didaktik - Perspektiven und Frage

Zu Beginn des Projektes sollen grundlegende Fragen zur klärenden Diskussion stehen, und zwar

-    grundsätzliche Perspektiven / Problemstellungen zur Idee der Entwicklung einer Didaktik heiliger Schriften aus Christentum und Islam,

-  zu den möglichen exegetischen Grundlagen von solchen didaktischen Entwürfen,

-    zu weiterführenden religionspädagogischen Perspektive sowie

-  zu den grundlegenden Perspektiven (Erfolgsaussichten) der Entwicklung einer Didaktik Heiliger Schriften aus Christentum und Islam.

 

verantwortlicher Mitarbeiter: Prof. Dr. Andreas Obermann

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