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Projekt: "Herausforderung Vielfalt : Toleranz fördern - Kompetenz stärken"

Ein ausbildungsbegleitendes Projekt für angehende Erzieher_innen zum Erwerb „interkultureller und interreligiöser Kompetenz“

 

1. Das Projekt 

Das Projekt qualifiziert angehende Erzieherinnen und Erzieher ausbildungsbegleitend im Schwerpunkt interkulturelle und interreligiöse Kompetenz. Es unterstützt die Studierenden bei der Entwicklung einer Sensibilität für religiöse Fragen und ermuntert sie, das Recht jedes Kind auf Religion und kompetente religiöse Begleitung zu achten. Die Lernenden werden motiviert, sich den Herausforderungen der interkulturellen und interreligiösen Öffnung im Bereich vor- und außerschulischer Bildung zu stellen. Die angehenden Erzieher_innen erkennen die Potentiale interkultureller und interreligiöser Öffnung und bemühen sich um eine wertschätzende Akzeptanz aller am Prozess beteiligten Personen. Sie wissen um die zentrale Bedeutung, die der Arbeit mit den Eltern bzw. Erziehungspersonen zukommt und gewinnen Freude u.a. an der Gestaltung einer Willkommenskultur in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern. 

 
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2. Kooperationspartner 

Folgende Institutionen tragen das Projekt: das Berufskolleg im Bildungspark der Stadt Essen (bib), das Bonner evangelische Institut für berufsorientierte Religionspädagogik (bibor), das Jugendamt der Stadt Essen, das Kommunale Integrationszentrum (KI) Essen, das Bildungswerk der Humanistischen Union (HU), der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB) e.V.. Die schulfachliche Aufsicht der Bezirksregierung Düsseldorf bzw. die damalige Hauptdezernentin Frau LRSD'in Schlotmann hat das Projekt ausdrücklich befürwortet und genehmigt. 

3. Förderung 

Gefördert wird das Projekt aus dem Innovationshaushalt des Strategiekonzeptes Interkulturelle Orientierung der Stadt Essen mit 40 000,- €. 

4. Rolle der Kooperationspartner_innen 

Während des gesamten Projektzeitraums beraten und unterstützen Vertreter_innen des Jugendamts der Stadt Essen und des Kommunalen Integrationszentrums. Regelmäßig finden Treffen der Steuerungsgruppe statt, in der die an der Kooperation beteiligten Institutionen und Organisationen mit mindestens einem Mitglied vertreten sind. Die Steuerungsgruppe trifft sich viermal im Jahr (jeweils vor und nach den Projekttagen)- Außerdem finden zur Vorbereitung der Projekttage regelmäßige Treffen der Fachgruppe statt; diese setzt sich zusammen aus einer Mitarbeiterin des bibor, des Bildungswerks und dem Bildungsgangleiter der Fachschule für Sozialpädagogik (FSP), der zugleich Fachberater FSP bei der Bezirksregierung Düsseldorf ist. Des Weiteren informieren die Vertreter_innen der Stadt Essen die städtischen Fachausschüsse. Das Zusammenwirken der vielfältigen Partner zur Implementierung didaktischer Konzepte zum interkulturellen und interreligiösen Lernen in der Ausbildung zur Erzieher_in ist der Komplexität der Aufgabe angemessen und wird von allen am Lernprozess Beteiligten als Bereicherung erfahren. 

5. Rahmenbedingungen 

In der Unter- und Oberstufe und während des Berufspraktikums finden je zwei ganztägige Ausbildungsmodule pro Ausbildungsjahr statt. Projektbeginn ist das Schuljahr 2014/15. Das Projekt wird parallel in sämtlichen fünf Unterstufenklassen durchgeführt. Die Modulinhalte sind abgestimmt auf die Lerninhalte in der FSP und orientieren sich an den aktuellen kompetenzorientierten Lehrplänen. Die erfolgreiche Teilnahme der Studierenden wird jährlich auf dem Zeugnis dokumentiert und darüber hinaus mit Ende des Berufspraktikums in einer Anlage zum Zeugnis zertifiziert. Am ersten Projekttag erhält jede der ca 150 Studierenden eine „Herausforderung Vielfalt“-Mappe, die zur Anlage des Portfolios dient. Sämtliche Arbeitsblätter, Kopien, Auszüge aus weiterführender Literatur, auch selbsttätig recherchiertes Material der Studierenden zum Thema oder aus unterschiedlichen Fachunterrichten werden hier über die Jahre zusammengetragen. Auch die Mitglieder der Bildungsgangkonferenz der Fachschule für Sozialpädagogik (FSP) erhalten einen solchen Ordner. Sämtliche Arbeitsblätter und Kopien der Lernenden bekommen auch die Lehrenden. Letztere werden außerdem mit weiterführenden theoretischen Impulsen versorgt. Die Mitglieder der Fachgruppe erstatten grundsätzlich im Anschluss an die einzelnen Projekttage der Bildungsgangkonferenz Bericht, so dass Inhalte und Fragestellungen des Projekts im Fachunterricht aufgegriffen und vertieft werden können. Zudem erhalten Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, den Verantwortlichen des Projekts ein Feed-Back zu geben, Wünsche und Anregungen zu formulieren. 

Die Inhalte der religionspädagogischen Module werden außerdem den Mitgliedern der Fachkonferenz Religion zur Verfügung gestellt, so dass diese sie auch in anderen Bildungsgängen nutzen können (z.B. Berufsfachschule für Kinderpflege, Fachoberschule für Sozialpädagogik). 


verantwortliche Mitarbeiterin: OStR´in Dr. Monika Marose

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