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Projekt "Jenseitsvorstellungen in den abrahamitischen Religionen"

als Thema (nicht nur) der Fachschule für Sozialpädagogik

Wenn auch viele Fächer Kompetenzen zum Thema „Sterben, Tod und Trauer“ vermitteln, so ermöglicht doch allein der Religionsunterricht ein tröstliches Nachdenken über Ende und Endlichkeit, denn im Religionsunterricht darf begründet und hoffnungsvoll über das Ende hinaus gedacht werden. Biblische Texte ermutigen durch die Zusage, dass die Trauernden getröstet werden und auf die Passion die Auferstehung folgt. 

 

„Jenseitsvorstellungen“ formulierten Schülerinnen und Schüler denn auch als ihr Wunschthema im Rahmen der Evaluation eines Projekts zum Thema „Sterben, Tod und Trauer“ für die Jahrgangstufen 9 – 13 des Palliativen Zentrums der Universitätsklinik Köln. Die Vorstellungen vom Jenseits aber sind vielfältig. 

 

Im Alltag des Berufskollegs findet der Religionsunterricht in aller Regel im Klassenverband statt. Und das bedeutet, dass junge Erwachsene unterschiedlicher Kulturen und Religionen gemeinsam fragen und lernen. In multireligiösen Lerngruppen gedeihen Worte der Hoffnung und des Trostes jedoch allein in Kenntnis der Vielfalt der Vorstellungen, die unterschiedliche Religionen vom Jenseits bieten. Erzieherinnen und Erzieher sehen sich in den Einrichtungen für Kinder und Jugendliche ebenfalls mit dieser Vielfalt konfrontiert.

 

Aus diesem Grunde widmet sich ein Team von Autorinnen den „Jenseitsvorstellungen in den abrahamitischen Religionen“. Neben theoretischen Darlegungen werden für pädagogisches Fachpersonal methodisch-didaktische Beispiele vorgestellt, um mit Kindern, Jugendlichen und (jungen) Erwachsenen zum Thema zu arbeiten. Publiziert werden die Unterrichtsmaterialien in der Reihe RU – PRAKTISCH – BERUFLICHE SCHULEN bei Vandenhoeck & Ruprecht.

 

Um aus der Perspektive ihrer gelebten Religionen, von Trost und Hoffnung zu berichten, hat sich ein Team von Autorinnen zusammen gefunden. Natalia Verzhbovska stammt aus Kiew (Ukraine) und absolvierte dort das Staatliche Tschaikowskij-Konservatorium. Anschließend war sie viele Jahre als Klavierlehrerin, Repetitorin und Klavierbegleiterin tätig. Nachdem sie 2006-2007 am Jüdischen Studienprogramm "Paideia" in Stockholm (Schweden) teilgenommen hatte, arbeitete sie als Programmdirektorin im Moskauer Gemeindezentrum „MEOD“ und als Koordinatorin für jüdische Bildungsprogramme für die Liberalen Gemeinden in Russland. Seit 2008 war sie Rabbinatsstudentin am Abraham-Geiger-Kolleg in Berlin und studierte Jüdische Theologie an der Universität Potsdam. Seit dem August 2015 ist sie nun die erste Rabbinerin, die in NRW jüdischen Gemeinden vorsteht.

 

Ayfer Dagdemir  ist seit über zehn Jahren als Referentin und Trainerin im interreligiösen Dialog tätig und studiert zur Zeit an der Universität Bonn „Vergleichende Theologie." 

 

Monika Marose unterrichtete an einem Berufskolleg evangelische Religionslehre, Germanistik und Politik und ist Mitarbeiterin am Bonner Evangelischen Institut für berufsorientierte Religionspädagogik. 

 

Die Theologinnen holten zudem die Expertise professioneller Kinder- und Jugendtrauerbegleiterinnen ein: Kirsten Fay und Nicole Nolden, Begründerinnen und pädagogisches Leitungsteam des Vereins TrauBe Köln e.V. und Projektleiterinnen im Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln, bereichern das Projekt durch ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus der Arbeit mit Kindern unterschiedlicher Altersgruppen

 

 

 

 

verantwortliche Mitarbeiterin: OStR´in Dr. Monika Marose

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