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Datum: 30.01.2018

Zeichen und der Dialog der Religionen Der Theologe Prof. Won-Seok Koh untersucht an der Universität Bonn Probleme der Glaubensvermittlung Über Religion zu sprechen, ist schwierig. Wenn man dabei etwas falsch macht, drohen große gesellschaftliche Konflikte. Der koreanische Theologe Prof. Won-Seok Koh untersucht am Evangelischen Institut für berufsorientierte Religionspädagogik der Universität Bonn, woran das liegt und wie man es vermeiden kann. Eine Hilfe sieht er in der „Semiotik“, der Zeichentheorie. Der Wissenschaftler ist Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung.

„Bücher sind aus Zeichen gemacht, die von anderen Zeichen reden, die ihrerseits von den wirklichen Dingen reden. Ohne ein Auge, das sie liest, enthalten sie nur sterile Zeichen, die keine Begriffe hervorbringen, und bleiben stumm.“ So definiert der Schriftsteller Umberto Eco den Kern seiner Wissenschaft, der „Semiotik“ (etwa: Kunde von den Zeichen). Als Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung hat der koreanische Forscher Prof. Dr. Won-Seok Koh mit den Mitteln dieser Disziplin an der Universität Bonn die Sollbruchstellen des religiösen Dialogs untersucht und erarbeitete ein Modell zu ihrer Vermeidung.

 

 Von der Alexander von Humboldt-Stiftung gefördert: Der koreanische Theologe Prof. Dr. Won-Seok Koh (links) arbeitet zusammen mit Prof. Dr. Michael Meyer-Blanck von der Universität Bonn an einem Forschungsprojekt zur Semiotik.

© Foto: Barbara Frommann/Uni Bonn

 

Prof. Koh lehrt Theologie an der Presbyterianischen Universität in Seoul. Mit der Semiotik befasst er sich seit 2005, als er bei Prof. Dr. Michael Meyer-Blanck am Bonner Lehrstuhl für Religionspädagogik promovierte. „Ihm stellte sich die Frage: Welcher Ansatz ist der angemessene, um in Korea Bildungsprozesse mit der Bibel richtig zu beschreiben?“, berichtet Prof. Meyer-Blanck. „Daraus entstand die Idee dieses Forschungsaufenthaltes.“

Die entsprechende Pressemitteilung der Universität Bonn finden Sie hier.

 

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