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Akademietagung des bibor in Kooperation mit der Akademie der Ev. Kirche im Rheinland

 

"Du kannst das!"

Erfahrungen mit Qualifizierungspraktika für Jugendliche mit

schlechten Startchancen

26. bis 27. Juni 2012

 

Zum Flyer: "Du kannst das!"

 

 

 

Ergebnisse der bibor-Umfrage zum BRU im Übergangssystem jetzt online ...

 

Die Leitfrage der empirischen Untersuchung des bibor – „Wie kann der BRU mehr für Schülerinnen und Schüler im Übergangssystem erreichen?“ – markiert mit ihrer Fokussierung auf den schwierigen Weg Jugendlicher von der Schule ins Berufsleben eine didaktische Grundperspektive des BRU. Die Ergebnisse der Untersuchung zu dieser Leitfrage haben die Arbeitshypothese bestätigt: Der BRU – bzw. die Religion – kann für Jugendliche eine Hilfe sein bei der Orientierung in existentiellen Lebensfragen, bei der Bewertung und Beurteilung ethischer Herausforderungen, beim Umgang mit ihren Mitmenschen (auch fremden Glaubens oder Weltanschauungen) und nicht zuletzt bei Fragen der Wertschätzung der eigenen Person. [mehr ...]
 
 
 

 
 

 

„profilieren“ – „sichern“ – „entwickeln“

Diese wenigen Stichworte beschreiben die Aufgaben des Bonner evangelischen Instituts für berufsorientierte Religionspädagogik (bibor): Im August 2010 nahm das bibor als Institut der Universität Bonn seine Arbeit auf in Kooperation mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung (MSW.NRW) und den Evangelischen Kirchen in NRW (Evangelische Kirche im Rheinland; Evangelische Kirche von Westfalen; Lippische Evangelische Kirche). Das neue Forschungsinstitut soll dem BRU zu einem fachdidaktischen Profil verhelfen und damit auch die Weiterentwicklung des BRU fördern. Der Hintergrund für die Gründung des bibor war der Befund, dass in der religionspädagogischen Konzeptionsdiskussion der letzten Jahre und Jahrzehnte die theologische und didaktische Profilierung des Lernortes Berufskolleg (Berufsschule) nur wenig Aufmerksamkeit gefunden hatte: Spezielle didaktische Überlegungen zum BRU mit seinem spezifischen Anforderungen und Lernorten wurden kaum angestellt. Vor diesem Hintergrund soll sich das bibor grundlegend und projektorientiert den didaktischen Fragen zum BRU widmen. Es geht dabei um eine Didaktik, die auf der einen Seite der berufsübergreifenden allgemeinen Bildung innerhalb der Berufsausbildung Rechnung trägt (im Sinne der Selbstvergewisserung in Grundfragen des Lebens, Urteilens, Bewertens, Handelns und Empfindens). Auf der anderen Seite gilt es die religiösen Aspekte der Berufs- und Arbeitswelt zu analysieren (z.B. die religiösen Hintergründe des islamischen und des christlichen Verständnisses von „gender“) und im Blick auf die Lernprozesse beruflicher Bildung zu konkretisieren (z.B. die impliziten religiösen Grundannahmen des erziehenden Handelns oder die religiösen Hintergründe von Geschäftsbeziehungen oder Arbeitsprozessen). Konstitutiv geht es dabei dem BRU um eine umfassende (Menschen-)Bildung aller junger Menschen, die in der Lebensphase der Berufs(aus)bildung ihr Leben im beruflichen Kontext neu finden und bestimmen müsse Wissenschaftlich soll das bibor die unterschiedlichen didaktischen Perspektiven der Theologie (Religionspädagogik) und der Fachwissenschaften (Berufspädagogik) in einen konstruktiven Diskurs führen, um den Stellenwert der religiösen Bildung im Rahmen einer umfassenden beruflichen und ethisch verantworteten Handlungskompetenz zu verdeutlichen. Mit der Entwicklung von grundlegenden fachdidaktischen Konzeptionen trägt das Institut indirekt auch zur Profilierung und Qualitätssicherung der anderen berufsübergreifenden Fächer im Rahmen der beruflichen Bildung bei.

In der ersten Arbeitsphase (2010 – 2013) wird das Institut folgende Projekte als Arbeitsschwerpunkte behandeln: 

 
  • Zwischen allen Stühlen – Schüler/innen im “Übergangssystem” und der Berufsschulreligionsunterricht (verantwortlicher Mitarbeiter: PD Dr. Andreas Obermann) 
  • Der BRU in der Pluralität. Untersuchungen zu didaktischen Interaktionen in religiös heterogenen Lerngruppen (verantwortlicher Mitarbeiter: PD Dr. Andreas Obermann) 
  • Unterprojekt: Perspektiven einer Didaktik heiliger Schriften aus Christentum und Islam (verantwortlicher Mitarbeiter: PD Dr. Andreas Obermann) 
  •  "Ohne Trauer keine Power" - Wege professioneller Krisenbewältigung in der Fachschule für Sozialpädagogik (verantwortliche Mitarbeiterin: OStR Dr. Monika Marose)
  • Ethische Orientierungen für den kaufmännischen Bereich - Entwicklung berufsbezogener Unterrichtskonzepte für den RU in kaufmännischen Ausbildungsberufen des dualen Systems (verantwortlicher Mitarbeiter: StR Jan Völkel)

 

Eine zukünftige wissenschaftliche Umfrage zum BRU insgesamt ist in Zusammenarbeit mit Arbeitspsychologen ab 2012 geplant zu folgenden Fragen: Was hat die Religion mit der beruflichen Bildung zu tun? Was passiert eigentlich im BRU? Eine Umfrage zum Religionsunterricht an Berufskollegs in NRW 

Interessiert Sie unsere Arbeit? Dann finden Sie weitere und aktuelle Informationen, insbesondere zu den beteiligten Personen und unseren Projekten, auf unserer Homepage: www.bibor.uni-bonn.de. Oder haben Sie Anregungen oder Projektvorschläge? Teilen Sie uns Ihre Ideen einfach mit unter info@bibor.uni-bonn.de